Am Montag, den 27. Oktober 2025, feierten wir den Österreichischen Nationalfeiertag erneut mit einer festlichen Konzertveranstaltung – diesmal im Sudetendeutschen Haus, unter der Schirmherrschaft des neuen Österreichischen Generalkonsuls Adalbert Bicserdy.
Dr. Wolfgang Ruso, Präsident der Österreichisch-Bayerischen Gesellschaft (ÖBG), hieß die mehr als 200 Gäste und Mitglieder herzlich willkommen. Mit Freude stellte er fest, dass das Konzept, den Nationalfeiertag mit herausragender österreichischer Musik zu verbinden, so großen Anklang fand. Er begrüßte insbesondere den Festredner des Abends, Generalkonsul Bicserdy, der erst vor kurzem aus Tel Aviv kommend seine neue Position am Generalkonsulat in München angetreten hatte, dem weltweit größten Generalkonsulat der Republik Österreich. In seiner Rede zum Nationalfeiertag wies Generalkonsul Bicserdy unter anderem auf die vier denkwürdigen Jubiläen hin, die Österreich zusätzlich zum 200. Geburtstag von Johann Strauss in diesem Jahr feiert: Das 80. Jahr seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, das 70. Jahr seit der Unterzeichnung des Staatsvertrags, das 30. Jahr seit dem EU-Beitritt und auch den 60. Nationalfeiertag. Er würdigte die Arbeit der ÖBG für ihr Engagement um die österreichisch- bayerischen Beziehungen und für das Stück Heimat, das sie den in Bayern lebenden Österreicherinnen und Österreichern bietet.
Anschließend stellte Prof. Heinz Lukas-Kindermann vom Österreichisch-Bayerischen Forum die Idee des besonderen Konzerts vor, das erneut in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern der Universität Mozarteum Salzburg realisiert wurde. Trotz der kurzfristigen Erkrankung einer Sängerin – was große Flexibilität und Einsatz-bereitschaft aller Beteiligten erforderte – wurde das Programm mit beeindruckender Hingabe neugestaltet und meisterhaft aufgeführt. Das Publikum erlebte einen farbenfrohen musikalischen Strauß aus beliebten und weniger bekannten Melodien, die die ganze Vielfalt des Schaffens von Johann Strauss widerspiegelten.
Die Pianistin Jou-yu Shieh eröffnete den Abend mit der charmanten Polka „Grüß Gott, München“, die kaum jemand kennt und die längst in Vergessenheit geraten war, aber von Prof. Lukas-Kindermann wiederentdeckt wurde.
Moderatorin und Sängerin Elisabeth Zeiler bereicherte wieder das Konzert mit amüsanten und bewegenden Einblicken in das Leben von Johann Strauss – mit charmanten Anekdoten, überraschenden Hintergründen und persönlichen Geschichten, die den „Walzerkönig“ von einer neuen Seite zeigten. Sie beeindruckte besonders durch ihr schwung- und ausdrucksvoll vorgetragenes „Schwipslied“ aus „Eine Nacht in Venedig“. Die Sängerin „Sarah, Raphaela Mair“ sprang für die erkrankte Kollegin ein und interpretierte eindrucksvoll und mitreißend das kurzfristig neu eingefügte Stück (Trüffel Couplet). Tenor Rodrigo Alegre rundete das Team ab und glänzte wieder mit seinen Beiträgen. Am Schluß brillierte das Ensemble mit 3 Stücken aus der „Fledermaus“. Kräftiger Applaus und „Da capo“ Rufe wurden mit einer Zugabe honoriert.
In der anschließenden dreiviertelstündigen Pause bot das Sudetendeutsche Haus reichlich Gelegenheit zum geselligen Austausch. Bei gutem Wein von Winzer Krems, Bier, erfrischenden Getränken und frischen Butterbrezn kamen die Gäste ins Gespräch – begleitet von einer fröhlichen und warmherzigen Stimmung, die diesen besonderen Abend abrundete.