Diese Veranstaltung stand auch wieder unter der Schirmherrschaft der Österreichischen Generalkonsulin Dr. Eva Maria Ziegler und war eine Kooperation des Österreichisch-Bayerischen Forums mit den Freunden und Förderern der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek. Prof. Heinz Lukas-Kindermann vom ÖBF hat – wie schon bei den früheren Veranstaltungen zu Orpheus und zu Pygmalion – das Konzept zu diesem Konzert erstellt, das von Studierenden der Universität Mozarteum Salzburg, mit Klaus Eibensteiner am Klavier, dargeboten wurde.
Vizepräsident Dr. Christian Gliwitzky begrüßte als Gastgeber der Glyptothek, dem einzigen nur antiken Skulpturen gewidmete Museum auf der Welt, in launisch gehaltener Ansprache das Publikum und verwies auf den besonderen Bezug von griechischer Kultur und Musik. Er wünschte einen unterhaltsamen Abend und lud nach der Vorstellung zum gemütlichen Ausklang im Innenhof ein, der bei Wein und Buffet und perfektem Wetter einen passenden Rahmen zum Abschluss versprach.

Anouk Warter übernahm als Sprecherin die Einführung in jedes vorgetragene Stück mit sachlichen Hinweisen und voller Hingabe zum Inhalt, ob es nun eine gefeierte Liebe oder Trauer über eine verschmähte Liebe betraf und hat so das Publikum gefühlvoll jeweils auf die Darbietungen eingestimmt. Celina Hubmann beeindruckte als Sopranisten durch ihren ausdrucksvollen Gesang. Olga Levtcheva sang als Mezzosopranistin sehr gefühlvoll, sogar auch auf Russisch und der Tenor Rodrigo Allegre überzeugte durch seine klare Stimme. Es war erstaunlich, wie es der von Plato als 10. Muse genannten Sappho gelang, unser Publikum mit ihrer Lyrik nach mehr als 2.500 Jahren noch immer in Bann zu ziehen.