Das traditionelle Treffen zum „Alpenländischen Advent“ führte uns in diesem Jahr per Bus oder Auto in die stimmungsvolle, von barocker Harmonie geprägte Fürstbischofsstadt Eichstätt im Herzen des Altmühltals. Bis heute spielt die Stadt eine bedeutende Rolle im deutschen Katholizismus. Mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beherbergt sie zudem eine im deutschsprachigen Raum einzigartige Hochschule mit besonderem geistigen Profil. Da Eichstätt im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb, präsentiert es sich heute in einer geschlossenen barocken Pracht, die ihresgleichen sucht.
Ein kurzer Abriss der Geschichte zum Klicken
Für unsere 76 Teilnehmer begann das Kennenlernen der Stadt mit einer Führung in drei Gruppen, bei der wir viel über die Geschichte und Architektur dieser besonderen Bischofsstadt erfuhren. Ein besonderes Highlight war die jesuitische Schutzengel-Barockkirche , https://www.schutzengelkirche-eichstaett.de/geschichte/ die das Wirken der Engel im Heilsgeschehen eindrucksvoll thematisiert. Nicht weniger als 567 Engelsdarstellungen in Holzplastik, Stuck, Öl- und Freskomalerei schmücken dieses Gotteshaus. Das warme Braungold der Altäre bildet zusammen mit dem Weiß des Stucks und dem Morellenrot des Untergrundes eine vollendete Harmonie. Die Führung endete im prachtvollen Residenzgebäude, https://www.naturpark-altmuehltal.de/tagungen/ehemalige_fuerstbischoefliche-8/ das mit seinem Spiegelsaal ein wahrhaft fürstliches Ambiente bietet.
Anschließend erwartete uns die Familie Groh im festlich geschmückten großen Saal des Wirtshauses Krone, wo ein köstliches Essen auf uns wartete. Die Mahlzeit wurde wie in den letzten Jahren durch adventliche Lesungen und Musikstücke bereichert. In diesem Jahr spannten – anstelle des kurzfristig verhinderten Dr. Detlef Mathiak – unsere Mitglieder Dr. Manfred Herriger und Brigitte März-Mittler einen heiteren bis besinnlichen Bogen aus Gedichten und selbst verfassten Geschichten, musikalisch einfühlsam begleitet von unserem „Hausmusikus“ Dr. Helmut Brinda.
So gut eingestimmt, luden anschließend Prälat Dr. Christoph Kühn und Domorganist Prof. Martin Bernreuther zu einem Besuch des frisch renovierten, großartigen Doms mit seinen Schätzen ein – sowie zu einem privaten Konzert für Orgel und Jagdhorn. Dieser glanzvolle Höhepunkt des Tages bot ein packendes, gefühlvolles Musikerlebnis von ungeahnter Perfektion, das alle Tonlagen von stimmungsvoller Zartheit bis zu berauschender Fülle ausschöpfte. Es versetzte die Zuhörer in eine andere Welt und hallte noch lange auf dem Heimweg nach.